MAKA TAO Für die Menschen auf den Philippinen

Spaßige Nachmittagsbeschäftigungen

Hallo ins kalte Deutschland,

diese Woche gab es bisher keine weiteren Projekte für uns zu besuchen. Wir haben demnach viel freie Zeit an den Nachmittagen, da wir außer dem Tagalog-Unterricht am Morgen keine weiteren Aktivitäten haben. Das ist auf der einen Seite sehr schade und teils wissen wir nicht so recht, was wir mit der ganzen Zeit anfangen sollen. Denn irgendwann ist die Wäsche auch gewaschen, das Zimmer geputzt und alle E-mails beantwortet. Zum Glück haben wir jedoch durch ein paar schöne Zufälle und kurzfristige Unternehmungen unsere Nachmittage doch noch unterhaltsam gestaltet.

An einem Nachmittag sind wir im Erdgeschoss der Radiostation (wir wohnen im ersten Stock) zufällig Bruder Amiel, Bruder Benedikt und Baste begegnet. Sie arbeiten alle drei beim Radio und haben dort ihre eigenen Programme, die sie moderieren. Sie hatten zwei Werbeplakate in der Hand auf denen stand: I love DZWM 864 AM. Sie fragten uns, ob sie ein Foto von uns, wie wir die Plakate halten, schießen könnten, da sie gerade etwas Werbung für ihren Radiosender machen wollen. Der Anfrage sind wir natürlich gerne nachgekommen. Außerdem haben uns auch gleich mit ihnen auf einen sehr amüsanten Trip rund um die Kathedrale und durch Alaminos begeben, um weitere Anhänger für ihren Sender zu finden. Wir haben also alle möglichen Menschen gefragt, ob wir ein Foto von ihnen und dem Werbeplakat machen dürfen. Es war einfach alles dabei: Schüler/innen der angrenzenden Highschool, Mitarbeiter des Office, eine Verkäuferin an ihrem kleinen Straßenstand, ein Polizist, Ate Bing (die Köchin, die uns tagtäglich mit leckeren Gerichten verköstigt) auf dem Rückweg vom Einkaufen, eine Fischverkäuferin auf dem Markt…. Wir hatten alle samt sehr viel Spaß bei unserer Tour! Nicht wenige Menschen werden uns wahrscheinlich als die verrückte Gruppe, die in amüsanten Posen mit den verschiedensten Leuten mitten auf dem Markt Werbefotos macht, in Erinnerung behalten:)

Heute sind wir dann nach dem Mittagessen auf dem Weg zu unseren Zimmern von Father Dennis, der auch im Radio arbeitet, in seinen Aufnahmeraum gewunken worden. Dort war er gerade mit seinem täglichen Programm live auf Sendung. Ins kalte Wasser geworfen, bekamen wir ein Mikrofon in die Hand gedrückt und durften uns auch sogleich vorstellen und sollten auf ein paar Fragen beantworten. Auf die Frage: Was wir denn einem Jungen zu Weihnachten schenken würden, antwortete Claas spontan ein Taschenmesser, denn das müsste doch wirklich jeder Junge besitzen. Das stieß auf einige sehr erheiterte Gesichter im Raum, denn in den Philippinen ist das kein so gewöhnliches Geschenk, doch wir waren ja live auf Sendung… 🙂
Lange konnten wir uns nicht erholen, da Father Dennis uns auch gerne noch beim FM-Sender bekannt machen wollte. Wir dachten uns nichts Großes dabei und haben nicht erwartet, schon wieder in eine Liveübertragung hineinzugeraten. Doch dieses Mal sollten wir uns nicht bloß vorstellen, nein wir sollten spontan ein Lied singen. Doch so einfach war das gar nicht, auf die Schnelle ein deutsches Lied zu finden, von dem wir beide den Text konnten. Kurzer Hand haben wir uns dann für 99 Luftballons von Nena entschieden.
Danach haben wir uns erst einmal in netter kleiner Runde mit Bruder Amiel, Bruder Benedikt und Baste bei Kaffe und leckeren Plätzchen von den spontanen Auftritten erholt.
So viel zu unseren momentanen Nachmittags-Beschäftigungen.

Fotos von der Aktion gibt es natürlich auch wieder.

Liebe Grüße,
Magdalena

2 Antworten auf Spaßige Nachmittagsbeschäftigungen

  1. Merz-Habel

    Hallo Magdalena,

    ich getraue mich zu kommentieren. Die Fotos vom Strand und unter Wasser sehen ja gut aus, bzw. das Wasser sieht sauber aus? Dein kleiner Mitbewohner wäre nichts für mich. Was ist mit Schlangen? Hast du da auch schon Erfahrungen gesammelt?Heute regnet es, also du bist dann doch besser dran:)
    Wünsche dir noch einen schönen Tag und auch ruhige Nacht, lg Christa

  2. Philip Schauer

    Ich finde das Taschenmesser ist eine durch und durch vernünftige Idee. Ist ja sonderbar, das die Philippinen das als ungewöhnlich erachten. So was kann man einfach immermal gebrauchen.

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