MAKA TAO Für die Menschen auf den Philippinen

Von Weihnachtsplätzchen an Ostern und anderen Dingen…

Die Osterferien stehen vor der Tür und das heißt für die Kinder der SPED-class und auch der anderen Schulklassen zwei Monate Pause während der Hitze des Sommers. Die letzten zwei Schulwochen, in denen die anderen Schüler ihre abschließenden Klausuren geschrieben haben, haben wir gemeinsam mit den SPED-Kindern viel gebastelt und verschiedene Aktionen themenspezifisch zu Ostern unternommen. So hatte ich zum Beispiel für den letzten Schultag zusammen mit den Lehrern eine Ostereiersuche geplant und davor haben wir Osterhasenmasken gebastelt. Die Lehrerin Lauris hat den Kindern eine, wie ich finde, schöne, einleitende Geschichte erzählt, da die Schüler nicht wirklich mit dem Brauch der Ostereiersuche bekannt waren und es für viele das erste Mal war, die dann auch noch bunten Eier zu suchen. Sie hat ihnen erklärt, dass das Osterküken seine Eier in der Schule versteckt hat und sie ihm helfen müssen, die Eier wiederzufinden. Aber da nur Osterhasen die bunten Eier sehen können, müssen sie bei der Suche ihre magischen Masken aufziehen. Und so haben sich am Morgen in der Central School von Mabini gut zwanzig Osterhasen auf die Suche nach Ostereiern gemacht. Danach haben wir zusammen Traumfängern gebastelt, sodass jedes Kind einen mit zu sich nach Hause nehmen konnte. Den Tag abgerundet hat das gemeinsame Pizza belegen und das nicht ganz saisonale Weihnachtsplätzchen backen. Da aber durch das Wetter (es gibt nur zwei Jahreszeiten, „hot season“ und „raining season“ und eigentlich ist es das ganze Jahr durch weg warm bzw. heiß → 30°C- 40°C) mein Saison-Empfinden im Allgemeinen erheblich gelitten hat, hatte ich die Möglichkeit genutzt, nachdem ich endlich einen Backofen gefunden hatte, die sind hier ziemlich rar, Plätzchen zu backen. Den Kindern und Erwachsenen hat es geschmeckt und am Ende hatten wir so viele, dass sogar meine Gastfamilie später noch probieren durfte.

Wer sich jetzt berechtigter Weise fragt, was ich während der Ferienzeit mache, weil ich ja schlecht zwei Monate nichts machen kann, ich werde im April und Mai bei Preda arbeiten bzw. helfen. Preda ist eine „NGO“ (Non-Govermental-Organisation), die vom Pater Shay Cullen gegründet wurde und ihren Hauptsitz in Olongapo City hat. Sie beschäftigen sich mit fairem Handel (zum Beispiel getrocknete Mangos) und unterstützen die lokalen Bauern, aber helfen auch Jugendlichen, die z.B. derzeit in einem Gerichtsprozess angeklagt sind, sodass diese einen fairen Prozess bekommen. Außerdem kümmern sie sich um Opfer von sexueller Gewalt und vieles mehr. Später werde ich sicherlich noch einmal ausführlicher über die Arbeit von Preda berichten, aber für alle, die jetzt schon mal mehr wissen wollen, verlinke ich ihre Webseite (Englisch!): www.preda.org

 

Einige Impressionen der letzten Schulwochen:

Eine Antwort auf Von Weihnachtsplätzchen an Ostern und anderen Dingen…

  1. Michael und Irene

    Sehr schön. Man sieht das es allen gefallen hat. Ich denke das diese Erlebnisse den Kindern etwas in Ihrer Entwicklung helfen werden. Fär dich alles Gute, bleib gesund und pass auf dich auf.

    Michael und Irene

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.